Lehrer und Erzieher

Die Zeit im Kindergarten und in der Schule

Meine Erfahrungen mit Lehrern und mit Erziehern haben während der Kindergartenzeit 1970/71 angefangen.

Ich kann mich an meine Kindergartenzeit nur soweit erinnern, dass ich ab und an nicht hingegangen bin. Also wir wohnten auf einem Dorf in der ehemaligen DDR und zum Kindergarten waren es vielleicht 15 Minuten zu Fuß. Meine Eltern waren beide berufstätig. Früher konnte man als Kind noch überall ohne Sicherheitsschutz hin.

Ab und an haben die Erzieherinnen wahrscheinlich auch mal etwas lautere Worte gewählt, um sich Gehör zu verschaffen, und genau das war der Knackpunkt. Ich fasse so etwas anders auf als Jungen ohne KS. Ich bin dann am nächsten Tag nicht mehr hin, meist vorbeigelaufen, denn dahinter war ein schönes Wäldchen zum Spielen. Als ich natürlich dann zur gleichen Zeit heimkam, gab es Standpauken von meinen Eltern. Leider konnte ich beiden nicht erklären, was in mir vorging, ich wusste es ja selbst nicht.

Am 01.09.1973 wurde ich mit 6 Jahren eingeschult. Am Anfang war alles neu und schön. Vorbeilaufen konnte ich auch nicht, da wir im „Lehrerhaus“ gewohnt haben, gleich daneben war die Schule, mein Schulweg betrug vielleicht 30 Sekunden.

Es fiel mir mehr und mehr schwerer, die Anforderungen, die an mich gestellt wurden zu erfüllen. Als Kind habe ich mir nicht so den Kopf gemacht, vielleicht auch nicht begriffen, dass ich eine Schwäche beim Lernen habe. Meinen Lehrern fiel nur auf, dass ich im Unterricht nicht genügend mitarbeite, was auch auf meinen Zeugnissen in der Beurteilung jedes halbe Jahr stand. Auch stand dort, dass ich mich leicht von anderen Dingen ablenken lassen.

Einen Lehrer hatte ich, der konnte mich nicht so nehmen wie ich war. Herr Kolbe (Zeichenlehrer), hat auch im Lehrerhaus gewohnt. Ich weiß nicht, warum er mich immer wieder gepiesackt hat, im Zeichenunterricht war ich immer dran und egal was ich gezeichnet hatte, es war falsch. Dieser Mann hatte dann noch die Aufgabe uns schwimmen beizubringen, er hat mich immer wieder vom Rand in das tiefe Becken geschubst. Soviel Wasser wie in diesen 3 Wochen hatte ich noch nie geschluckt, daher habe ich auch jetzt Angst in das tiefe Becken zu gehen. Schwimmen habe ich aber gelernt und kann es.

In der 8. Klasse war es sehr schlimm, meine Leistungen waren an einem Tiefpunkt angekommen. Ich war versetzungsgefährdet, meine Zensuren waren in 3 Fächern (Biologie, Physik, Chemie) auf Note 5 und auf fast allen anderen Fächern zwischen 3 und 4. Damals, es war noch die DDR (Deutsche Demokratische Republik), dort wurde noch geschaut das alle versetzt werden. So auch bei mir, es wurde im Klassenkollektiv eine Initiative gebildet, um mir Nachhilfe zu geben. Jeden Tag nach der Schule und vor allem vor Klassenarbeiten kamen leistungsstarke Schüler zu mir, um mit mir zu lernen. Meine Noten wurden besser. Das kam nicht allein vom intensiven Lernen mit meinen Mitschülern, ich habe mir Spickzettel gemacht und wurde besser in der Schule.

Meine Noten wurden besser, ich wurde versetzt.

Wenn ich mir diese Gesamteinschätzung so anschaue, hätte man vielleicht schon viel eher eine Diagnose in Richtung Lernschwierigkeiten stellen können.