Ein zusätzliches X – Ein Kurzkrimi

Ich bin gerade dabei, eine Geschichte über eine für mich aufregende Zeit zu schreiben. Die Geschichte fängt am 01.09. um 08:00 Uhr an. Das Jahr wird hier noch nicht verraten. Es wird „fiktiv“ sein.

Es gibt schon die ersten Kapitelüberschriften. Teilweise sind auch schon Kapitel begonnen.

Hier mal einige Überschriften:

  • Das Grauen kündigt sich nicht an;
  • Der Fluch der Barmherzigkeit;
  • Heute, Morgen, Gestern;
  • Die Puppe mit den zwei Gesichtern;
  • Das Nadelkissen;

Bisher sind es 9 Kapitel.

Am besten immer mal hereinschauen, ich kann leider noch nicht sagen, wann es so weit ist. Ihr wisst alle selbst, die Zeit muss passen, die Inspirationen müssen da sein, es muss einfach fließen.

Schubladendenken

Sie können sich sicher vorstellen, dass meiner Person gegenüber so etwas immer wieder passiert. Manchmal habe ich das früher auch gemacht, nur um dazu zugehören, was bei meinen „Eigenarten“ echt schwer ist. Nein, Ihr könnt beruhigt sein, ich mache das nicht mehr.

Die Inspiration einen Beitrag über dieses Thema zu schreiben bekam ich letztens durch eine Reportage in den Medien über die „Wahre Geschichte von Lady Gaga.“

Bedeutung: An starren Kategorien orientierten, undifferenzierten, engstirnigen Denkweisen festhalten.(https://unipress.oeh-salzburg.at/)

Wenn man eine Person kennenlernt, egal ob es auf der Arbeit oder im Privatleben geschieht, wird sie in eine Schublade gesteckt. Nehmen wir an es gibt einen Schrank und dort wiederum einige Schubladen, auf der einen steht, arrogant‘ auf einer anderen ‚sympathisch‘ eine andere mit der Aufschrift ‚typisch Mann‘ und so weiter. Und nun schieben wir diese Person, die wir gerade kennengelernt haben und kaum etwas über sie wissen, in diese Schubladen.

Ich nehme mal mich als Beispiel, Ich sehe männlich aus, also komme ich auch in die Schublade „typisch Mann„ dann bin ich vielleicht noch „sympathisch“ also rein damit.

Jetzt schauen wir uns mal die Bedeutung „Männlichkeit“ an.

Unter Wikipedia steht dazu folgendes: So gelten körperliche Größe, eine ausgeprägte Muskulatur, eine tiefe Stimme, breite Schultern, markante Gesichtszüge (insbesondere das Kinn) und eine starke Körperbehaarung (insbesondere der Brust) als typisch männliche Merkmale.

Die im westlichen Kulturkreis dem „Männlichen“ unausgesprochen oder ausgesprochen zugeschriebenen Stereotype sind:

  • (Körper-)Kraft – demgegenüber „weiblich“: (Körper-)Schwäche, Schönheit
  • markant, „eckig“ – demgegenüber „weiblich“: abgerundet, rund
  • rohe Sinnlichkeit – demgegenüber „weiblich“: Zartheit, ganzheitliche Erotik
  • Mut, Risikobereitschaft und Abenteuerlust – demgegenüber „weiblich“: Familiensinn, Furchtsamkeit, Zaghaftigkeit
  • Aggression im Sinne von aktivem Zupacken, Angriffslust bis hin zum Extrem: Gewaltbereitschaft – demgegenüber „weiblich“: Friedfertigkeit, Geduld, oder mentaler Widerstand beispielsweise in Gestalt von List
  • Führungsanspruch, Dominanz, Verlässlichkeit – demgegenüber „weiblich“: Duldsamkeit, Fügsamkeit, Wankelmut
  • Besonnenheit, Selbstbeherrschung, auch Gefühlskälte, Coolness – demgegenüber „weiblich“:  Impulsivität, Warmherzigkeit
  • technische und organisatorische Fähigkeiten – demgegenüber „weiblich“: soziale Kompetenzen
  • Rationalität, auch: Abstraktes Denken, Zielstrebigkeit, Eigensinn – demgegenüber „weiblich“: Einfühlsamkeit, Spontaneität, Anpassungsfähigkeit, Irrationalismus

Ok, seit dem ich Testosteron meinem Körper zuführe, habe ich markante Gesichtszüge bekommen, habe an Körperbehaarung zugelegt und auch meine Stimme hat sich verändert. Äußerlich passe ich in die männliche Schublade, aber was ist mit meiner Denkweise, mit meinem Inneren (seelisch)? Ich sehe mich da mehr auf der Frauenseite, da 89 % meiner Chromosomen ein zusätzliches X haben. Nun stecke ich aber in der „männlichen“ Schublade, was kann ich tun?

Wir haben alle solch einen Schrank mit Schubladen in welche wir Menschen stecken, ausschlaggebend für dieses Verhalten ist nicht die Intelligenz, sondern die Erfahrung, das Alter und sicher auch die Erziehung. In einer Schublade befinden sich viele nützliche Informationen zu einer Person, z. B. eine Vorstellung beziehungsweise eine Erwartung, wie diese Person sich verhalten soll oder eben nicht verhalten soll, dadurch entsteht eine vorgefertigte Meinung. Diese Vorstellungen einer Person sind meist falsch und unvollständig, zudem basiert sie meist auf Vorurteilen und Klischees, mit denen man anderen oft Unrecht tut und schadet und es schränkt unsere Toleranz und das Weitdenken enorm ein.

Speziell in der Arbeitswelt wäre es sehr wichtig, auf Klischees und Vorurteile zu verzichten. Ich erfahre es immer wieder, dass ich mich in der „typisch Mann Schublade“ befinde, obwohl ich innerlich mit meiner Denkweise, meinem Verhalten in bestimmten Situationen mehr Richtung Frau tendiere. Aber ich zähle mich nicht tendenziell zur weiblichen Natur, nein ich bin schon ein Mann nur halt vom Fühlen und Denken nicht.

Hochsensibilität

Das Konzept der Hochsensibilität geht im Wesentlichen auf die US-amerikanische Psychotherapeutin Elaine N. Aron zurück. Sie definierte in einem Fachartikel von 1997 erstmals den Begriff „Highly Sensitive Person“ (HSP), und zwar auf Grundlage ihrer Forschungsarbeiten zur Sensitivität – auch sensorische Verarbeitungssensitivität („sensory-processing sensitivity“, SPS) genannt. Darunter versteht man die Empfindsamkeit eines Menschen gegenüber äußeren und inneren Reizen. Äußere Reize sind solche, die aus der Umwelt kommen, zum Beispiel Geräusche, Licht und Temperatur. Innere Reize stammen aus dem Körper selbst und umfassen aus psychologischer Sicht neben Wahrnehmungen wie Harndrang oder starkem Herzklopfen auch Gedanken und Gefühle (Wut, Traurigkeit, Aufregung, Freude etc.).

Die Sensitivität ist bei verschiedenen Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt. Die Übergänge sind fließend, aber es lassen sich drei Kategorien unterscheiden: Menschen mit niedriger, mittlerer und hoher Sensitivität. Letztere – von Aron als „highly sensitive persons“ bezeichnet – nehmen Reize intensiver wahr und verarbeiten sie möglicherweise auch anders als andere Menschen.

Das intensive Wahrnehmen und veränderte Verarbeiten von Reizen kann schnell zur Reizüberflutung führen: Der Gang durch den Supermarkt nach Feierabend, der für „normale“ Menschen höchstens nervig ist, kann hypersensible Menschen an ihre Grenze bringen – oder darüber hinaus. Die vielen Menschen, Wortfetzen, Kindergeschrei, Hintergrundmusik, Lichter, Farben, Gerüche – all das kann für Hochsensible zum Horrortrip werden und sie völlig erschöpfen.

Andererseits erlaubt die Überempfindlichkeit den Betroffenen oft ein genussvolles und intensiveres Empfinden von Schönem wie einem guten Essen, angenehmer Musik oder einer entspannenden Massage. Sie macht besonders feinfühlig, etwa was Stimmungen und Gefühle – eigene und die von Mitmenschen – betrifft. Nicht zuletzt kann sich Hypersensibilität positiv auf kreatives Schaffen auswirken.

Bei Menschen, die hochsensibel sind, von „Symptomen“ zu sprechen, ist eigentlich nicht richtig – Hochsensibilität ist ja keine Krankheit (siehe unten). Vielmehr besitzen die Betroffenen einfach besonders feine Antennen für das, was um sie herum oder in ihnen selbst vorgeht. Konkret zeichnen sich hochsensible Menschen durch Eigenschaften folgender Art aus:

  • Umweltbezogene Details werden bewusst stärker wahrgenommen, also zum Beispiel Geräusche und Lichter.
  • Sinnesreize werden intensiver verarbeitet.
  • Gefühlsreaktionen wie Trauer, Freude oder Mitgefühl sind stärker ausgeprägt.
  • Äußere Reize (z.B. die Enge in einem vollen Bus, Lichtorgel auf Partys, Geräusche im Großraumbüro) können Hochsensible schneller überfordern.

Nicht jeder Sinn muss gleichermaßen stark ausgeprägt sein, bei Hochsensibilität! Auf Lärm beispielsweise reagieren manche Hochsensible empfindlicher als andere.

Aufgrund ihrer Überempfindlichkeit brauchen hochsensible Menschen meist mehr Rückzugsräume und -phasen, um Eindrücke verarbeiten und sich von der Vielzahl an Reizen erholen zu können.

Wer inmitten „normal“ sensibler Menschen selber immer wieder durch Übersensibilität auffällt, empfindet sich schnell als „anders“ – und vielleicht sogar als lästiges Sensibelchen oder Sonderling. Das eigene Selbstwertgefühl kann sehr darunter leiden.

Andererseits nehmen Hochsensible oft ungewöhnlich schnell und gut Sorgen und Ängste bei Mitmenschen oder verborgene Konflikte in einer Gruppe wahr. Sie besitzen also eine ausgeprägte Empathie und ein gutes Gespür für Schwingungen und Dinge unter der Oberfläche – viel mehr als „normale“ Menschen.

Dabei darf man nicht vergessen: Hochsensibilität ist weder eine Schwäche oder ein Zeichen für mangelnde Robustheit noch eine außergewöhnliche Begabung oder Auszeichnung, die Betroffenen einen besonderen Status zwischen all den „normalen“, dickhäutigeren Menschen verleiht. Stattdessen ist sie einfach ein Persönlichkeitsmerkmal, genau gesagt eine höhere Ausprägung der allgemeinen Persönlichkeitseigenschaft Sensitivität. Und wie jede andere Ausprägung von Persönlichkeitseigenschaften kann auch die Hypersensibilität je nach Sichtweise und Situation einen Vor- oder Nachteil darstellen.