Kapitel 2: Verloren zwischen den Welten

Er wartete.

Nicht lange – zumindest glaubte er das. Doch in diesem Flur schien Zeit eine andere Bedeutung zu haben. Das Summen der Neonröhren wurde gleichmäßig, dann wieder unregelmäßig, als würde es atmen.

„Hallo?“ wiederholte er leiser.

Seine Stimme klang fremd. Zu dünn für den Raum, der sie verschluckte, bevor sie richtig entstehen konnte.

Er zwang sich, einen Schritt nach vorn zu machen.

Der Kies von draußen war längst verschwunden, ersetzt durch einen Bodenbelag, der weder neu noch alt wirkte. Eher… zeitlos. Jeder Schritt hallte zu spät nach, als würde der Klang erst nach ihm entscheiden, ob er existieren durfte.

Die erste Tür auf der linken Seite stand einen Spalt offen.

Er erinnerte sich nicht daran, ob sie das vorher auch getan hatte.

Langsam näherte er sich.

Drinnen: ein Büro. Stuhl, Schreibtisch, ein Computerbildschirm – schwarz. Alles wirkte bereit, benutzt zu werden, und gleichzeitig so, als hätte es seit Jahren niemand berührt.

Auf dem Tisch lag ein Blatt Papier.

Er griff es nicht sofort.

Stattdessen hatte er das Gefühl, dass etwas im Raum ihn daran hinderte, zu schnell zu handeln. Als würde jede Bewegung beobachtet werden – nicht von Augen, sondern von dem Ort selbst.

Schließlich nahm er das Blatt.

Darauf stand nur ein Satz:

„Du bist pünktlich. Das ist selten.“

Er schluckte.

„Ist hier jemand?“, fragte er erneut, diesmal schärfer.

Keine Antwort.

Doch als er sich umdrehte, war die Tür hinter ihm nicht mehr einen Spalt offen.

Sie war vollständig geöffnet.

Und der Flur wirkte länger.

Unmöglich länger.

Als hätte sich der Raum selbst gedehnt, während er nicht hingesehen hatte.

Ein kalter Hauch strich durch den Gang, obwohl kein Fenster offen war.

Er trat zurück in den Flur.

Die Neonlichter flackerten.

Einmal. Zweimal.

Dann blieb eines ganz aus.

In der plötzlichen Dämmerung sah er es zum ersten Mal deutlich:

Am Ende des Korridors stand eine Gestalt.

Reglos.

Zu weit entfernt, um Details zu erkennen – und doch eindeutig da.

Er blinzelte.

Für einen Sekundenbruchteil war sie verschwunden.

Dann wieder da.

Ein Schritt näher.

Oder hatte er sich bewegt?

Sein Herz schlug schneller.

„Das ist nicht lustig“, murmelte er, mehr zu sich selbst als zu irgendwem.

Die Antwort kam nicht in Worten.

Stattdessen ging das Licht hinter ihm aus.

Und als er sich ruckartig umdrehte, war die Tür zu dem Büro geschlossen.

Nicht nur geschlossen.

Sie hatte kein Schloss mehr.

Keinen Griff.

Nur eine glatte Wand, als wäre sie nie dort gewesen.

Der Flur war nun in völlige Stille getaucht.

Kein Summen.

Kein Echo.

Nur er.

Und die Gestalt am Ende des Ganges, die nun einen weiteren Schritt machte.

Diesmal war er sich sicher.

Sie kam näher.

Die Gestalt im Flur löste sich, als hätte sie sich nie entscheiden können, ob sie wirklich existieren wollte.

„Ben…?“

Fortsetzung folgt…….

Kapitel 1: Das Grauen kündigt sich an.

Es war ein schöner, warmer Septembermorgen. Die Straßen waren voller Fahrzeuge, ab und an rannten Menschen über die Fahrbahn, als würden sie gegen die Zeit selbst antreten. Er fuhr mit seinem Wagen zügig, aber nicht zu schnell durch die Landschaft, die sich langsam von der Enge der Stadt in offenere Straßen verwandelte.

Beim Warten an den Ampeln ließ er seinen Blick schweifen. Er beobachtete die Menschen um sich herum, versuchte, die Augen derjenigen einzufangen, die hastig über die Fußgängerüberwege eilten. Doch kaum jemand sah zurück. Die meisten waren gefangen in ihrer eigenen Eile, in Gedanken, die wichtiger schienen als ein flüchtiger Blickkontakt.

Es war sein erster Arbeitstag.

Das Gebäude, in dem er künftig arbeiten würde, lag am Rand der Stadt. Ein älterer Bau, unscheinbar zwischen moderneren Strukturen, fast so, als hätte man ihn einfach vergessen. Als er auf den Parkplatz einbog, fiel ihm auf, wie ruhig es plötzlich wurde. Kein Hupen, keine Stimmen – nur das leise Ticken des Motors, nachdem er den Wagen abgestellt hatte.

Er blieb einen Moment sitzen.

Irgendetwas fühlte sich… falsch an.

Nicht bedrohlich. Eher, als würde ein Ort ihn beobachten.

Er schüttelte den Gedanken ab, griff nach seiner Tasche und stieg aus. Der Kies unter seinen Schuhen knirschte unnatürlich laut, als wäre die Stille darum bemüht, jedes Geräusch hervorzuheben.

Am Eingang begegnete ihm niemand.

Die Glastür war nicht verschlossen.

Drinnen roch es nach etwas Altem. Nicht nach Staub – eher nach Zeit. Als hätte sich hier über Jahre hinweg etwas angesammelt, das man nicht einfach wegwischen konnte.

Ein Flur erstreckte sich vor ihm, lang und gerade, mit Türen auf beiden Seiten. Einige standen einen Spalt offen. Andere waren fest verschlossen.

Ganz am Ende des Ganges flackerte kurz das Licht.

Er blieb stehen.

„Hallo?“, rief er vorsichtig.

Keine Antwort.

Nur dieses leise Summen der Neonröhren – und für einen winzigen Moment war er sich sicher, dass sich eine der Türen… ganz langsam… weiter geöffnet hatte.

Ein zusätzliches X – eine Kurzgeschichte

Ich bin gerade dabei, eine Geschichte über eine für mich aufregende Zeit zu schreiben. Die Geschichte wird „fiktiv“ sein.

Es gibt schon die ersten Kapitelüberschriften. Teilweise sind auch schon Kapitel begonnen. Die ersten beiden Kapitel sind fertig.

Hier schon mal einige Überschriften:

Falls Euch die Geschichte gefällt, lasst einfach einen Kommentar da.

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Mobbing am Arbeitsplatz: Ursachen und Folgen

Warum ich dieses Thema anspreche, erstens ist es mir, als Außenseiter, schon mehrere Male passiert, dass ich gemobbt wurde und zweitens kenne ich Menschen, die gemobbt werden.

Es ist ein umfassendes Thema, welches eigentlich eine eigene Internetpräsenz bräuchte, daher kann und möchte ich es hier auch nur anschneiden.

Mobbing ist ein Zerstörungsprogramm, das nicht nur psychische, sondern auch körperliche Schäden verursachen kann.

Diese Handlungen haben oft negative Auswirkungen auf das Arbeits- und Leistungsverhalten der Betroffenen. Mobbing kann den „Krieg am Arbeitsplatz“ bezeichnen: gezielte Erniedrigung des Betroffenen durch offene Anfeindungen, grobe Scherze, Ernüchterungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen, Beleidigungen oder Psychoterror.

Psychische Folgen von Mobbing am Arbeitsplatz können Depressionen, Angstzustände und psychosomatische Störungen wie Schlaflosigkeit oder Magenschmerzen sein.

  • Angst und Nervosität im Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz
  • Verhaltensänderungen wie Rückzug, Isolation oder erhöhte Aggressivität
  • Körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme oder Schlafstörungen
  • Niedriges Selbstwertgefühl, Selbstzweifel und sinkendes Selbstvertrauen
  • Emotionale Instabilität, wie häufige Stimmungsschwankungen
  • Verminderte Arbeitsleistung und Konzentrationsprobleme

Mein erstes Mal, dass ich mit Mobbing konfrontiert wurde, war in der Schule. Das kann ich aber erst heute sagen, da es mir zu diesem Zeitpunkt weder bekannt noch bewusst war. Danach wurde ich in meiner Ausbildung/Lehre gemobbt. Grund dafür war wahrscheinlich meine Schüchternheit und dass ich mich nicht wehren konnte. Da fehlte dann das Testosteron, um mich schlagkräftig (verbal) zu machen.

Eine ganz verständliche Erklärung, was Mobbing definiert, habe ich hier (https://klexikon.zum.de/wiki/Mobbing) gefunden.

Mobbing ist ein Ausdruck dafür, wenn mehrere einem einzelnen das Leben schwer machen. Das kann bedeuten, dass jemand andauernd belästigt, beschimpft oder auf andere Weise geärgert wird. Typisch für Mobbing ist es, etwas Falsches über jemanden zu behaupten, ihn ständig zu kritisieren oder absichtlich nicht mehr mit jemandem zu sprechen.

Es gibt verschiedene Formen des Mobbings. Ich möchte hier auf das Mobbing am Arbeitsplatz eingehen. Ich denke, fast jeder von uns hat das schon mal erlebt oder erlebt es (leider) immer noch.

Fallbeschreibung: Mobbing im Kollegenkreis eines Referats

Ausgangssituation

In meinem Referat gibt es seit etwa vier Jahren einen sehr schweren Fall von Mobbing zwischen Kolleginnen. Eine Kollegin gönnt einer anderen den Dienstposten nicht, obwohl sie selbst nicht die erforderlichen Qualifikationen für diesen Posten besitzt. Dieses Mobbing hat sich im Laufe der Zeit stark verschärft.

Auswirkungen auf die gemobbte Kollegin

Die betroffene Kollegin ist aufgrund des Mobbings häufig krankgeschrieben. Allerdings führt ihre Abwesenheit zu weiteren Gerüchten und Kritik: Es wird behauptet, sie könne wegen der Krankmeldungen die Aufgaben des Dienstpostens nicht erfüllen, was die Situation verschlimmert und eine negative Spirale erzeugt.

Dynamik innerhalb des Teams

Besonders problematisch ist, dass die mobbende Kollegin eine starke „Anziehungskraft“ auf die anderen Kolleginnen im Referat ausübt, sodass diese sich dem Mobbing anschließen. Die Referatsleitung ist sich dieser Situation bewusst, hat jedoch bisher keine Maßnahmen ergriffen.

Persönliche Betroffenheit

Ich arbeite zwar nicht direkt mit dem betroffenen Personenkreis zusammen, habe jedoch durch meine gute Beziehung zur gemobbten Kollegin selbst Mobbing erfahren. Eine neue Kollegin, die aus demselben Einzugsgebiet wie die mobbende Kollegin stammt, wurde ebenfalls in das Mobbing involviert.

Gruppendruck und Ausgrenzung

Im Referat scheint es eine unausgesprochene Regel zu geben: Wer dazugehören will, muss sich dem Verhalten der mobbenden Kollegin anschließen. Ich habe mich dagegen gewehrt und werde seitdem ausgegrenzt und diffamiert. Sogar die Gleichstellungsbeauftragte zeigt keine objektive Haltung, sondern unterstützt indirekt das Mobbing.

Persönliche Folgen

Das Mobbing hat bei mir psychosomatische Beschwerden ausgelöst, die auch durch Homeoffice und reduzierte Präsenz im Referat nicht verschwinden. Wiederholt wurde mein Vertrauen missbraucht, was ich trotz negativer Erfahrungen schwer überwinden kann, da ich stets das Gute im Menschen sehe.

Positive Entwicklung

Trotz der schwierigen Situation gibt es einen Lichtblick: Ich habe es geschafft, die Referatsleitung dazu zu bewegen, sich intensiver mit dem Thema Mobbing auseinanderzusetzen. Auch die seit Jahren gemobbte Kollegin hat den Mut gefunden, das Thema gemeinsam mit mir beim Personalrat anzusprechen.

Ausblick

Wir hoffen, durch die Sensibilisierung aller Mitarbeiterinnen ein besseres Arbeitsklima zu schaffen. Allerdings sind wir skeptisch, dass die Hauptmobberin ihre Schuld einsieht, da sie seit etwa 20 Jahren weitgehend unbehelligt agieren konnte und offenbar verbittert ist.

Schwerbehinderung/Behinderung

Ich bin der Ansicht, dass dies eine Behinderung bzw. auch Schwerbehinderung darstellt. Ich bin in einer Telegram-Gruppe, welche sich auch mit diesem Thema beschäftigt.

Dort gehen die Meinungen auseinander, für den Einen stellt nur die Chromosomenveränderung keine Schwerbehinderung dar, die daraus resultierenden Erkrankungen aber schon.

Wenn es Erkrankungen durch die Chromosomenveränderung, dem Klinefelter Syndrom gibt, warum meinen dann einige es wäre keine Schwerbehinderung/Behinderung?

Mein Klinefelter Syndrom wurde bei mir im Alter von 51 Jahren erst entdeckt und auch nur weil ich mir Gedanken gemacht hatte, wieso ich anders ticke.

Ich hatte z.B. Hemmungen mich klar und vernünftig auszudrücken, meine schulischen Leistungen waren immer so im Mittelfeld, meist schlechter, aber nicht, weil ich nicht wollte, ich konnte meist nicht in der vorgegebenen Zeit agieren und hatte Hemmungen dies meinen Lehrern zu sagen.

Man könnte jetzt denken, na ja, eine Lernschwäche (umgangssprachlich) stellt noch lange keine Behinderung dar, aber es entwickelte sich ja erst alles durch die nicht rechtzeitig erkannte Chromosomenveränderung und der damit ausgeblieben Zugabe von Testosteron.

Hätte ich rechtzeitig mit der Testosteron Therapie beginnen können, z.B. in der Jugend, wären einige psychische Auffälligkeiten wie z.B. meine Zurückgezogenheit, die Angst etwas falsch zu machen, die Interaktion mit Gleichaltrigen oder auch nur das Alleinsein nicht so heftig oder gar nicht in Gewicht gefallen.

Auf all diese Eigenarten hätte ich gern verzichten können. Diese Sachen haben mich wirklich in meiner Entwicklung schwer behindert.

Vielleicht kann man nicht alle Männer, welche das Klinefelter Syndrom haben, über einen Kamm scheren. Aber man kann auch nicht sagen, das Klinefelter Syndrom wäre keine Behinderung bzw. Schwerbehinderung. Man muss jeden einzelnen Fall mit seiner eigenen Komplexität bewerten und danach kann man erst in die ein oder andere Richtung blicken.

Leider sieht das im wahren Leben anders aus. Es gibt bedauerlicherweise immer noch keine weitreichenden Studien zum Klinefelter Syndrom, die meisten Studien kommen aus den USA.